Physiotherapie im Wandel: Gesundheitsförderung in Wohlfühlatmosphäre
In der Bevölkerung ist ein deutlicher Wertewandel hinzu den „weichen Lebensfaktoren“ zu beobachten. Zusammen mit einem generell höheren Gesundheitsbewusstsein und dem allgemeinen Trend zum gesunden Lebensstil führt dies zu einer höheren Nachfrage sowohl von Leistungen des ersten als auch des zweiten Gesundheitsmarktes. Es wird auch deutlich, dass zunehmend individualisierte Lebensentwürfe und –formen gefragt sind, dafür aber pauschal zugeschnittene Angebote und Standardformate in der Gesundheitsversorgung immer weniger angemessen sind.
Was kann die moderne Physiopraxis tun, um sich erfolgreich auf dem zweiten Gesundheitsmarkt zu positionieren? Widor Hollmann, Sportmediziner und ehemaliger Professor der Sporthochschule Köln sprach schon vor einigen Jahren davon, „dass es in Zukunft weniger darauf ankommen wird, eine Krankheit zu heilen – das wird gewissermaßen eine Selbstverständlichkeit sein – als vielmehr das Auftreten einer Krankheit zu verhindern“.
Der moderne, innovative Physiotherapeut darf sich heute nicht mehr allein darauf verlassen, dass Patienten und Versicherte per Verordnung in seine Praxis kommen. Der Patient ist nicht mehr nur ein Konsument von Krankheitsleistungen. Er möchte mehr, nämlich kompetent mitentscheiden, was zur Erhaltung bzw. zur Wiederherstellung seiner Gesundheit und seines Wohlbefindens beitragen kann. Und er ist bereit, dafür auch Geld auszugeben. Studien zeigen, dass die privaten Ausgaben im Bereich Prävention jährlich um mehr als zehn Prozent ansteigen. Es besteht also eine aktive Nachfrage nach Leistungen, die ein möglichst gesundes Leben auch im hohen Alter ermöglichen sollen. Man will sich einfach wohlfühlen!
Für die PhysioPraxis folgt daraus, dass sie mit ihren Angeboten und Leistungen die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft erkennen muss, die Menschen damit anspricht und sich zudem positiv von Mitbewerbern abhebt. Die Menschen gehen heute wesentlich kritischer mit Angeboten um als früher. Sie vergleichen und sind empfänglich für attraktive Angebote. Das Wort „Krankheit“ fällt dabei nicht, man sucht nach einem gesunden Lebensstil und Wohlbefinden. Es müssen also Marktpotentiale erschlossen werden durch die Ansprache von Menschen, die
- etwas für ihre Fitness, Beweglichkeit, Vitalität und/oder Gesundheit tun wollen,
- die ein alternatives, individuelles Angebot suchen, dass sich vom Sportverein, Fitnesscenter oder generalisierten Trainings- und Präventionskonzepten deutlich abhebt,
- sich kompetente Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe wünschen,
- sich eine hochqualifizierte und seriöse Betreuung wünschen.
Neben den Angeboten und Leistungen spielt auch die Art der eigenen Darstellung eine wesentliche Rolle. Wie wird die PhysioPraxis von ihrer Umwelt wahrgenommen? Die Außenwirksamkeit der Praxis muss so sein, dass der Patient / Besucher, der die Praxis noch nicht kennt, sie als etwas Besonderes erkennt. Sie muss in ihm eine positive Erwartungshaltung und Neugierde auslösen. Das Konzept, die Praxisphilosophie, Corporate Identity, Corporate Design, Qualität, Stil, Patientenorientierung, Informationsangebote, Leistungsspektrum, all diese Stichworte markieren die Außenwirksamkeit. Fühlt der Besucher sich wohl in der Praxis, kommt er wieder und wird gleichzeitig zum Multiplikator. Er gibt seine positiven Empfindungen und Eindrücke an andere weiter.
Viele schauen vor der Inanspruchnahme von Leistungen auch ins Internet. Sie „klicken“ sich durch verschiedene Websites von Einrichtungen am Standort, die die gewünschten Leistungen anbieten. Die Website ist also quasi der erste Besuch des potentiellen Kunden in der PhysioPraxis. Spricht ihn die Homepage nicht an oder gibt sie ihm nicht die Informationen, die er haben möchte, wird er sich eher für einen anderen Anbieter entscheiden. Die Website der PhysioPraxis ist also die zweite (virtuelle) Existenz der Praxis. Sie muss sich dem Besucher mit „kundenorientierten“ Mitteln und Inhalten so repräsentieren, dass sich passende Kunden / Patienten dafür entscheiden.
Fazit: Der Erfolg auf dem 2. Gesundheitsmarkt entsteht für die PhysioPraxis dann, wenn sie sich neben ihren klassischen Leistungen mit innovativen und zielorientierten Gesundheits- und Wohlfühlangeboten den Bedürfnissen des anspruchsvollen Kunden stellt, sich damit erfolgreich von anderen PhysioPraxen und sonstigen Mitbewerbern auf dem Gesundheitsmarkt abhebt und dies noch durch eine professionelle Außenwirksamkeit und Öffentlichkeitsarbeit vermittelt.






















