Zukunftstrend: Der Konsument 2020 wird ein LOHA sein!

Vom Zukunftsinstitut wurde mit „Konsument 2020“ eine neue studie herausgegeben, die mit vielen Praxisbeispielen und Infografiken die zehn wichtigsten Konsumtrends im Wandel der Zeit beschreibt. Das 1998 in Hamburg gegründete Institut hat die Trend- und Zukunftsforschung in Deutschland maßgeblich geprägt. Heute gilt es als einer der einflussreichsten Think-Tanks der europäischen Trend- und Zukunftsforschung.

Zukunftsforscher Dr. Eike Wenzel, Chefredakteur des Zukunftsletters und Mitglied der Geschäftsleitung des Zukunftsinstituts hat sich als erster deutscher Forscher mit den LOHAS beschäftigt. LOHAS ist die Abkürzung von „Lifestyle of Health and Sustainability“, also einem Lebensstil für Gesundheit und Nachhaltigkeit. LOHAS sind nicht konsumfeindlich. Aber sie treten für eine gesunde, ernährungsbewusste Lebensweise ein, ebenso wie für den Konsum hochwertiger Produkte, die aber unter nachvollziehbaren und akzeptablen Produktions- und  Arbeitsbedingungen entstanden sind.

In der Studie „Konsument 2020“ erläutern die Autorinnen Anja Kirig und Corinna Langwieser, wie die Konsumkultur künftig neue Wege zwischen Vernunft, Lust und Moral geht. Zukunftsfähige Produkte/Dienstleistungen müssen verstärkt die Sinne des Konsumenten ansprechen und dabei individuell, nachhaltig und situativ sein.

Die wichtigsten Konsumtrends im Überblick:

  • Mood-Manufacturing: Künftig müssen Produkte stärker die Sinne der Konsumenten ansprechen – individuell, nachhaltig und situativ.
  • Neo-Recycling: Der Konsument von morgen verlangt häufiger nach Style-Kopfstandprodukten mit Ewigkeitscharakter.

  • How-to: Das Bedürfnis nach Anleitung und tieferem Produktverständnis stellt Hersteller und Retailer künftig vor neue Herausforderungen.

  • Multi-Tool-Design: Design muss künftig mehr als nur schön sein. Die Multifunktion bestimmt  die Form.

  • Ich-Werte-Konsum: Der Gut-Konsum geht weiter. Künftig sucht der Konsument aber immer öfter auch nach einem persönlichen Vorteil.

  • Supersicherheit: Die Konsummärkte von morgen werden mehr denn je von dem Sicherheitsverlangen der Konsumenten beeinflusst.

  • Diskretionismus: Nach dem Me-Produkte-Wahn der letzten Dekade verlangt der Konsument künftig wieder häufiger nach einer Simplifizierung seines Konsumalltags.

  • Neo-Urbanismus: Mit dem Zurück-in-die-Stadt-Trend verändert sich auch das Mobilitätsverhalten der Konsumenten. Die moderne Sesshaftigkeit bringt neue Unterwegsmärkte hervor.

  • Dialogisierung: Der Konsument von morgen sucht weiter nach Anerkennung. Künftig möchte er jedoch nicht mehr nur bedient, sondern auch tatsächlich verstanden werden.

  • Self Design: Der Wunsch nach Optimierung der individuellen Performance krempelt in den nächsten Jahren die Gesundheitsmärkte um. Mit den „gesunden Unzufriedenen“ betritt eine neue Zielgruppe den Markt.
Eine wichtige Empfehlung für Handel und Industrie, die die Autorinnen daraus ableiten: „Vereinfachen Sie den Alltag der Konsumenten durch Services und Dienstleistungen, die Zeitgewinn, Bequemlichkeit und Kompetenz im Alltag garantieren. Und verkaufen Sie Produkte, die sich für beide Seiten nachhaltig lohnen; erweitern Sie die Kernleistung Ihrer Marke um zusätzliche Dienste.“

Mehr dazu unter  www.zukunftsinstitut.de